taz.de: Gefangen im Hamsterrad
Montag, den 19. Mai 2014 um 11:35 Uhr
taz, vom 16. Mai 2014
In Osnabrück inszeniert Gustav Rueb Thomas Köcks Stück „Jenseits von Fukuyama“: eine Mischung aus Bürokrimi und philosophischer Abhandlung.
OSNABRÜCK taz | Im Nachhinein betrachtet klingt es beinah niedlich: 1992 verkündete der neokonservative Politikwissenschaftler Francis Fukuyama in „Das Ende der Geschichte“, durch den Zusammenbruch der sozialistischen Ostblock-Staaten gebe es keine Widersprüche in der Welt mehr, fortan genieße die Menschheit bis ans Ende ihrer Tage den Wohlstand, den Frieden und das Glück des Kapitalismus – eine sehr eigenwillige Hegel-Interpretation.